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Jägervereinigung Frankenberg e.V.

Verbandswesen

Die Wurzeln der Verbandsgeschichte des Jagdgebrauchshundverbandes (JGHV) liegen im 19. Jahrhundert. Zunächst wurde 1879 die “Delegierte Commission” (DC) ins Leben gerufen. Beteiligt waren daran fünf Vereine, die jeweils Delegierte in die Hauptversammlungen schickten. Die DC stellte erstmals Rassekennzeichen auf. Sie erließ neben Anforderungen für eine gebrauchstüchtige Körperform Bestimmungen über Größe, Haar und Farbe. Darüber hinaus wurde das Ausstellungswesen geregelt und ein erstes Hundestammbuch für alle Hunderassen eingerichtet. Damals dominierte das Ausstellungswesen in der Hundezucht. Die jagdlichen Leistungen wurden eher vernachlässigt.

Am 10. Februar 1899 wurde in Berlin der “Verband der Vereine zur Prüfung von Gebrauchshunden zur Jagd” gegründet, eine gemeinsame Prüfungsordnung verabschiedet und das “Deutsche Gebrauchshundestammbuch” geschaffen. Dieser Verband war der Vorläufer des Jagdgebrauchshundverbandes. Der heutige Jagdgebrauchshundverband (JGHV) hat die Nachfolge übernommen und ist als alleinige Dachorganisation tätig. Er besteht aus mehr als 300 Einzelvereinen, die entweder Prüfungs- oder Zuchtvereine sind.

Als selbständige Organisation hat der JGHV enge Verbindung zum Deutschen Jagdschutz-Verband (DJV). Die Landesjagdverbände und ihre Untergliederungen betreuen das Jagdhundewesen auf Landes- und Kreisebene.

Der JGHV gibt alljährlich das Deutsche Gebrauchs-Stammbuch (DGStB) als Leistungsstammbuch heraus, in dem jeder Jagdhund verzeichnet ist, der in dem Jahr eine Prüfung abgelegt hat. Eingetragen sind außerdem die Nummer, die ein Hund nach entsprechend erfolgreich abgelegter Prüfung für das DGStB erhält, seine Zuchtbuchnummer und sein Name. Das Datenmaterial des Stammbuchs ist besonders für die Züchter von großer Bedeutung.

Weitere Aufgaben des JGHV sind die Ernennung von Verbandsrichtern, die Festsetzung von gemeinsamen Prüfungsordnungen und die Überwachung der Verbandsprüfungen, die jeder Mitgliederverein in bestimmten Zeitabschnitten durchführen muss.

Offizielles Mitteilungsblatt des JGHV ist die Zeitschrift “Der Jagdgebrauchshund”, die monatlich erscheint.

Zuchtverbände

Die anerkannten Züchter einer Rasse gehören einem für sie zuständigen Zuchtverband an, der meist noch in Landes-, Bezirks-, und Ortsgruppen untergliedert ist. Dabei müssen alle Zuchtverbände und -vereine vom JGHV anerkannt sein. Der JGHV greift allerdings nicht in die züchterische Freiheit der Zuchtverbände ein.

Die Zuchtverbände und -vereine regeln alle wichtigen Zuchtfragen, wobei seuchenhygienische und tierschützerische Belange besondere Berücksichtigung finden. Die Zuchtverbände sind Ansprechpartner für alle züchterischen Fragen.

Die Zucht von Jagdgebrauchshunden stellt den Züchter nicht nur vor wissenschaftliche und technische Anforderungen, sondern ihm wird auch moralische und ethische Verantwortung auferlegt.

 

Quelle: Deutscher Jagdschutz Verband