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Jägervereinigung Frankenberg e.V.

Frankenberg. Bisher jedes Jahr führten die Jäger der Hegegemeinschaft Frankenberg eine Naturschutzmaßnahme durch. 2013 gab es auf Anregung von Naturschutzobmann der Hegegemeinschaft, Reinhard Brandl, erstmals eine gemeinsame Aktion mit dem NABU/Naturschutzjugend Frankenberg unter Frank Seumer. So auch wieder am Samstag an der "Hainer Hart" in der Gemarkung Röddenau. Dort halfen die Jäger bei der NABU-Aktion beim Pflanzen von zehn hochstämmigen Obstbäumen und der Pflege dort bereits exitierender Apfelbäume. Diese gemeinsamen Naturschutzeinsätze sollen auch in den nächsten Jahren fortgesetzt werden.

Zahlreiche Kinder und Jugendliche aus Frankenberger NABU-Gruppen erschienen am Samstagnachmittag zu dem gemeinsamen Arbeitseinsatz bei Röddenau. Die Jäger der Hegegemeinschaft wurden tatkräftig unterstützt von Jungjägern, die erst kürzlich ihre Jägerprüfung bestanden hatten. Wie Frank Seumer vom NABU-Frankenberg erklärte, sollen die neuen zehn Obstbäume rund 150 bereits seit 1995 im Biotopverbund Röddenauer Hutung gepflanzte Bäume ergänzen. Diese wurden gegen Verbiss geschützt. Außerhalb der Umzäunung weideten Rinder das Gras ab. Erste Apfelbäume dieser Streuobstfläche tragen bereits. Die geernteten Äpfel wurden zum Teil vermostet und zum anderen Teil an NABU-Mitglieder und Helfer als Tafelobst verschenkt. Wichtig sei die nachhaltige Pflege des Streuobstbestandes. Nach dem gemeinsamen Naturschutzeinsatz von Jägern und NABU-Mitgliedern stärkten sich alle bei schönstem Sonnenschein mit Kuchen und Säften.

Reinhard Brandl, der bei dem Arbeiteinsatz am Samstagnachmittag für die Jäger die Leitung als Obmann für Naturschutz in der Hegegemeinschaft Frankenberg übernommen hatte, ist Pächter des Revieres Schreufa Nord. Seit Jahren setzt er sich auch in seinem Revier intensiv für die Natur ein. Sein Einsatz für die Natur wurde am 17. Mai 2014 mit der Überreichung des Staatsehrenpreises des Landes Hessen im Rahmen des Hessischen Landesjägertages mit Landestrophäenschau in Kiedrich im Rheingau gewürdigt (Wir berichteten).

Streuobstwiesen sind ökologisch wertvoll
Streuobstwiesen gelten als traditionalle Art des Obstanbaus mit hochstämmigen Sorten. Sie sind gebietsweise landschaftsprägend und die Imkerei spielt bei der Bestäubung der Blüten eine wichtige Rolle. Zwischen 2000 und 5000 Tierarten sollen in Streuobstflächen beheimatet sein oder dort ihre Nahrung finden. Die meisten davon sind Insektenarten. Auch viele Vogelarten sind in älteren Streuobstflächen anzutreffen, wo Arten wie Gartenrotschwanz, Stieglitz oder auch Wiedehopfe und Steinkäuze brüten können. Gerhard Kalden